Vor Ort - SPD bei Übung des Kreisverbindungskommandos

Veröffentlicht am 11.07.2011 in Kreistagsfraktion

Von rechts: Oberstlt.d.R. Dieter Jung, Fritz Buschle, Hellmut Dinkelaker und Bundeswehrreservisten bei der Übung des KVK im Landratsamt

Erdbeben erschüttert Zollerngraben, Hochwasser bedroht Ludwigsthal, Irndorf von der Außenwelt abgeschnitten, Stromausfall, Verletzte können nicht geborgen werden... Science Fiction oder mögliche Wirklichkeit? Durchaus vorstellbar erscheinen solche Katastrophenszenarien in der Region und es könne passieren, dass örtliche Hilfskräfte nicht mehr Herr der Lage würden. Für solche Fälle, so heißt es in einem Pressebericht, seien 2007 sogenannte Kreisverbindungskommandos gegründet worden.

Im Landratsamt Tuttlingen war dieser Tage eine Einsatzübung des hiesigen KVK unter der Leitung von Dieter Jung, Tuttlingen, Oberstleutnant der Reserve, zu der Fritz Buschle, SPD-Kreisrat, und Hellmut Dinkelaker, SPD-Fraktionsvorsitzender in Tuttlingen zu einem Informationsbesuch kamen.

Dieter Jung gab bereitwillig Auskunft, allerdings stand er merkbar unter Stress, denn die Übung war gerade in einer heißen Phase und Landratsamt und Feuerwehr schoben ständig neue Details einer ausgedachten Katastrophenlage in den Maneuverraum nach, um das Bild realistischer und dramatischer zu machen. Stress als Teil der Übung, so erschien es.

Diese KVKs, als Schnittstellen zwischen Bundeswehr und zivilem Katastrophenschutz und ausschließlich durch Reservisten gebildet, seien subsidiär, das heißt, sie werden dann aktiv, wenn Landrat oder 1.Landesbeamter mit ihren zivilen Einsatzkräften wie Polizei, Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz nicht mehr weiter kämen und Hilfe anforderten. Die Bundeswehr könne dann mit ihrer Logistik, mit schwerem Gerät, Material und Personal einspringen.

Hochwasser oder Brandkatastrophen, wie etwa beim Großbrand im OP-Trakt einer Konstanzer Klinik, wo die Bundeswehr dann mobile Operationssäle organisieren konnte, seien typische Beispiele für den Ernstfall.

Fritz Buschle berichtete, dass man im Landtag immer wieder dafür gesorgt hätte, dass schweres Gerät und andere Ausrüstung nicht mehrfach durch die Hilfsverbände und die Bundeswehr angeschaftt wurden, sondern dass durch Kooperation und Synergie effizienter und sparsamer gewirtschaftet wurde.

Dieter Jung betonte auf Nachfrage von Hellmut Dinkelaker, das das KVK keinerlei Aufgaben beim Objektschutz, bei sozialen Spannungen oder Demonstrationen habe. Dazu sei man weder ausgebildet noch bereit und in der Lage, dies seien reine Polizeiaufgaben, wie es abschließend im Pressebericht der SPD heißt.

 
 

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