Erklärung der SPD-Kreistagsfraktion zur Klinikentscheidung am 18.04.2013

Kreistagsfraktion

Kluge Entscheidungen und mehr Geld für die Klinken, das wünschen wir uns alle.

Wir sind aber auch Realisten und wissen, dass der Kuchen, der Finanzkuchen, den wir vom Land, dem Bund und den Kassen und Beitragszahlern bekommen nicht beliebig vermehrt werden kann.

Damit wir auch in Zukunft eine wohnortnahe Klinik- und Gesundheitsversorgung im Landkreis sicherstellen können, bedarf es täglich neuer Anstrengungen.

Unser Klinikpersonal, die Ärzte im Klinikum Tuttlingen leisten hervorragende Arbeit und darauf kommt es an!

Gute Ärzte, kompetente und freundliche Pflegekräfte sind die Voraussetzung, dass sich die Patienten im Klinikum Tuttlingen zu Hause fühlen.

Zusammen mit dem Gutachterteam von Solidaris, die die letzten Monate das Klinikum durchleuchtet und von außen bewertet haben, ist es jetzt unsere Aufgabe im Kreistag die Weichen in eine gute Zukunft zu stellen. Wir müssen sagen wo wir hin wollen und welche Mittel und Instrumente wir hierfür zur Verfügung stellen wollen.

Für die SPD Kreistagsfraktion hatte ich mich bereits in der letzten Kreistagssitzung für die Variante II ausgesprochen. Hier sehen wir für die nächsten 3-5 Jahre das größte Potential.

In Tuttlingen wollen wir die stationären Angebote konzentrieren und die Prozessabläufe damit entscheidend verbessern. Hier geht es auch darum das örtliche Potential unserer Medizintechnik zu nutzten.

Im Haus Spaichingen des Klinikums Tuttlingen haben wir die Chance ein ambulantes OP-Zentrum zu entwickeln, ohne dass wir hier große Investitionen tätigen müssen.

Wenn wir uns heute für diesen Weg, für diese Weichenstellung entscheiden, muss uns klar sein, dass der Erfolg oder Misserfolg dieser Lösung von der Qualität der Umsetzung abhängt. Hier brauchen wir nicht nur gute Berater, wir brauchen Chefärzte, Ärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die diese Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreifen.

Wir brauchen hier bei uns im Kreistag, in den Rathäusern und Verwaltungen, den Unternehmen, der Öffentlichkeit und bei den Medien Menschen, die diesen Reform- und Transformationsprozess kritisch und konstruktiv begleiten.

Weder die Ja-Sager noch die notorischen Skeptiker helfen uns wirklich weiter. Wir brauchen Schaffer und Querdenker, die mutig ihre Meinung sagen und bereit sind auch Verantwortung zu übernehmen.

Lebendig und stark ist nur was sich entwickelt! Stillstand ist Rückschritt!

In diesem Sinne steht die SPD Fraktion zur Variante II und ist auch bereit in der Zukunft Verantwortung zu übernehmen.

Für die SPD-Kreistagsfraktion

Willi Kamm (Fraktionsvorsitzender)

 

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